MomMentalCare
Nachgeburtliche Hebammenbesuche richten den Fokus verständlicherweise stark auf das Wohl und die Entwicklung des Babys.
Doch wer sorgt sich um das Wohl der Mama? Mitten in einer der intensivsten Veränderungen des Lebens einer Frau:
- tiefgreifend körperlich & emotional sowie Alltagsstruktur innerhalb kürzester Zeit
- Geburt: einschneidendes Erlebnis mit möglicher Grenzerfahrung
- massiver Schlafentzug – etwas, das sonst sogar als Foltermethode gilt (selbstverständlich gehen Mamas aus Liebe da hindurch)
- emotionale Dauerbelastung rund um die Uhr
- kaum präventiv verfügbare oder finanzierbare Unterstützungsangebote
- gleichzeitig hohe Erwartungen an allen Fronten: als Mama, attraktive Partnerin (social media sei gegrüsst), Berufsfrau (regulär bezahlter Mutterschaftsurlaub 14 Wochen, danach wird die volle Leistung erwartet)
Vielleicht kennst du solche Sätze: «Es ist ja ein freudiges Ereignis – das macht die Strapazen wett.» Oder: «Mamas schaffen alles, weil sie es aus Liebe tun.» Mag sein, dass darin ein Körnchen Wahrheit steckt. Gleichzeitig wirken solche Aussagen oft wie Schönreden – sie erzählen längst nicht die ganze Wahrheit. Bevor ich Mama wurde, bin ich selten so vielen Halbwahrheiten und oberflächlichen Floskeln begegnet.
Für fast alles gibt es Ausbildungen, sorgfältige Einführungen oder schrittweise Vorbereitung. Doch beim Mamawerden sind Frauen oft erstaunlich schnell sich selbst überlassen. Dabei verändert sich innerhalb kürzester Zeit alles: der Körper, die Identität, der Alltag, Beziehungen, Bedürfnisse und Belastungsgrenzen. Trotzdem wird vom Umfeld und von der Gesellschaft häufig erwartet, dass Mamas einfach funktionieren – trotz emotionaler und körperlicher Höchstleistungen.
Meine eigene Geschichte hat mich dazu bewogen, MomMentalCare anzubieten. Das Angebot ist kostenlos. Vielleicht wirkt das auf manche unprofessionell oder nach «unter Wert verkaufen». Für mich bedeutet es etwas anderes: Echte Co-Fürsorge. Unsere Gesellschaft hat sich schlicht daran gewöhnt, dass emotionale & mentale Begleitung oft nur gegen Bezahlung stattfindet. Deshalb florieren Coachingangebote.
Mir ist wichtig, bei Mamas ehrlich hinzuschauen – ohne Bewertung. Ich möchte Frauen in dieser sensiblen Lebensphase bedarfsgerecht begleiten und unterstützen: mit Gesprächen und – je nach Möglichkeit – auch praktischer Hilfe oder Unterstützung bei der Organisation von Entlastung.
Im Zentrum steht nicht Beratung, sondern vertrauensvolle und diskrete Begleitung. Erste Treffen können bereits während der Schwangerschaft sinnvoll sein. Die Gespräche beinhalten beispielsweise Themen wie Wohlergehen, Geburtsverarbeitung, mentale Belastung oder den herausfordernden Alltag mit Baby/Kleinkind – einfach das, was gerade Raum braucht.
Dauer, Häufigkeit und Rahmen der Begleitung gestalten wir individuell. Die Treffen können bei dir Zuhause oder bei mir in Huttwil stattfinden.
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